MONDROHR am Kalvarienberg

Mondrohr
© Herbert Golser

Eröffnung der Installation „Mondrohr“ von Herbert Golser am Kalvarienberg bei Schönberg am Kamp am 15. Juni 2013.

Auf Initiative der „Alten Schmiede“ (Ingrid Brandstetter) wird am Kalvarienberg bei Schönberg am Kamp in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich eine weitere Arbeit errichtet. Während die Sitzplatzskulptur von Norbert Maringer (2009) den Blick der Wanderer auf die umliegende Landschaft richtet und zur Kontemplation einlädt, zieht die Installation von Herbert Golser die Blicke der Bewohner_innen aus den umliegenden Orten in die Höhe.


Herbert Golser errichtet das sogenannte „Mondrohr“ – ein Wellstahlrohr aus verzinktem Stahl mit einer Länge von 12 m und einem Durchmesser von 2,5 m auf dem Bergkamm des Kalvarienbergs. Das Rohr ist an beiden Seiten mit Sicherheitsglas verschlossen.

Der Künstler schafft damit eine visuelle Verbindung zwischen der steil abfallenden Nordseite mit Baumbewuchs Richtung Stiefern und den durch Weinkultur geprägten Südhang Richtung Schönberg. Mit Eintritt der Dämmerung wird das Rohr von Innen für einige Stunden beleuchtet und lässt Nacht für Nacht einen Mond am Kalvarienberg scheinen.

Die Arbeit ist von der Südseite her begehbar und ermöglicht eine Durchsicht auf die gegenüberliegende Landschaft. Herbert Golser gelingt somit eine doppelte Durchdringung: zum einen durch den freigelegten Blick in beide Richtungen des Kamptals, zum anderen durch die Sichtbarkeit der Skulptur von beiden angrenzenden Gemeinden.

Herbert Golser ist vor allem für seine skulpturalen Arbeiten aus Holz bekannt, von denen er zwei auf dem benachbarten Wachtberg Gars am Kamp realisiert hat. Eine ganz andere Materialität besitzen die bereits 1999 bei Klein-Pöchlarn errichtete „Spiegelwand“ und das „Mondrohr“, die beide aus Glas/Spiegel und Metall hergestellt wurden. Verbindendes Element im Schaffen Golsers ist die intensive Auseinandersetzung mit der Landschaft, mit der die Arbeiten, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise interagieren.

„Alles in allem sind es autonome Gebilde mit Charakter und Eigenwillen, die mit narrativen Elementen ebenso wie mit technoiden Momenten und futuristisch anmutenden, seriellen Bausteinen fungieren. Das Wechselspiel von statisch und dynamisch ist ein durchgängiges Gestaltungsmerkmal.“ (Carl Aigner)

 

Nähere Informationen bei Kunst im öffentlichen Raum NÖ unter 02742/9005-13203 und www.publicart.at

Kurzbiografie:

*1960 in Golling an der Salzach, lebt und arbeitet in Klein-Pöchlarn. Fachschule für Holz-und Steinbildhauerei in Hallein sowie Studium an der Akademie der bildenden Künste. Teilnahme an zahlreichen Bildhauersymposien sowie künstlerische Leitung des Symposions „Orte zum Verweilen“ in Klein-Pöchlarn. Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum in ganz Österreich und den Nachbarländern. 

Bürgermeister Peter Heindl begrüßte zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, viele Kunstschaffende, Kunstinteressierte und viele einheimische Besucher.

Kunsthistorikerin Mag. Cornelia Offergeld sprach über die Entstehung des Projekts, die Bedeutung des Mondrohr als Kunstobjekt und als verbindendes Teil in der Landschaft.

Abgeordneter zum NÖ Landtag Josef Edlinger richtete Grußworte in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll aus. 

Rede
Gäste
Mondrohr
Gast